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Frieden in uns finden und unsere natürliche Macht behalten!


Mein Recht auf Macht über mein Leben als Frau und über meinen Körper ist etwas, das ich mir mit vielen Jahren sorgfältiger und sorgsamer Persönlichkeitsarbeit erobert habe.

Dahinter steckte meine Sehnsucht nach einem glücklichen und lustvollen Leben, innerem und äusseren Frieden und Verstehen wollen. Mit dem Wunsch nach der mir grösstmöglichen persönlichen Freiheit, um einfach glücklich und natürlich mich selbst zu sein.

Was dies für eine Bedeutung auf die aktuelle Zeitqualität hat, weiss und fühle ich ganz stark. Und ich möchte diese nun mit so vielen Menschen wie möglich teilen, damit auch sie sich mutig auf den Weg machen, zu mehr persönlicher Freiheit und einem glücklichen Leben, weil jedes Lebewesen darauf ein Recht hat.

Es ist alarmierend, dass die Liste von Gewalt, Krieg und Unterdrückung immer länger wird und noch mehr Opfer von transgenerationalen Traumata schafft. Es wird unablässig die Saat dafür gesät, dass spätere Generationen das Gleiche noch einmal durchleben, da die Überlebenden das Erfahrene ohne eigenes Wissen an nachfolgende Generationen weitergeben.


In diesem Blogartikel versuche ich ein sehr komplexes, grosses Thema auf eine reduzierte, vereinfachte Art und Weise verständlich näher zu bringen. Im Wissen, dass auch einiges fehlt. Ich gehe auf transgenerationale Traumata, ihre Wirkung auf die Lebensfähigkeit ein, sowie Möglichkeiten, wie die eigene Lebenskraft und Macht trotzdem zurückgewonnen bzw. beibehalten werden kann.

Warum? Weil diese Thematik vor unserer Haustüre steht und ich viele Menschen erlebe, wie sie verstehen und für sich selbst wirken möchten, ihre persönliche Macht wieder zurückzuholen. Die aktuelle Situation in der Ukraine aktiviert die Erinnerungen bei vielen Älteren, die den letzten Weltkrieg miterlebt haben, wie auch bei deren Kindern. Ich erzähle dir einerseits persönliches, Erfahrungen aus meiner Praxis sowie auch Erkenntnisse aus der Wissenschaft.



Die Mischung soll dich einerseits inspirieren, beruhigen und ermutigen:

Dich selbst mutig auf deinen Weg zu wagen, dich selbst und deine Geschichte zu erforschen, alte Wunden zu heilen und darin Kraftquellen zu finden, um heute dein volles Potenzial und deine beste Version zu leben. Dich besser zu verstehen und mehr bei dir anzukommen. Um anders in dieser Welt zu wirken oder auf sie neu zu antworten.

Mein eigener Weg...

Beginnen möchte ich mit meiner eigenen Geschichte.


Die Erforschung meiner Geschichte war nicht immer einfach. Es gab viele Momente in denen ich entmutigt war, oder fast die Hoffnung verlor, dass sich etwas veränderte. Doch aufgeben war für mich nie eine Option!


Als junge Erwachsene fühlte ich mich in der Welt immer wieder nicht wirklich aufgehoben oder wie ich es heute beschreiben würde: Die Welt und ich resonierten nicht so miteinander, wonach ich mich sehnte. Ich unterlag Selbstkritik und Selbstzweifel, fühlte mich getrennt von den Mitmenschen, verurteilte mich oft für mein so sein, wie ich bin. Und war oft wütend und traurig, weil ich auch immer wieder das Gefühl und den Eindruck hatte, dass ich irgendwie anders sei. Das dauerte bis in die Mitte meiner 30er.


Als ehemalige Geschichtslehrerin hatte ich eine Faszination für die Zeit des 2. Weltkrieges. Ich konnte dieses intensive Interesse zu Beginn nicht wirklich zuordnen, bis ich immer mehr die Zusammenhänge der Glaubens-, Fühl-, Denk- und Verhaltensmuster (sprich Konditionierungen) von mir, meiner Mutter und meiner Grossmutter besser verstand. Und natürlich auch die meiner Vaterseite. Ich verschlang Bücher, tauchte in Filme ein und wollte einfach verstehen: die Geschichte meiner Grosseltern und Eltern. Meine Herkunft. Denn was hatte ihre Geschichte mit meiner zu tun? Einer der beeindruckendsten Filme fand ich das "Weisse Band". Es zeigt die Kindheit derjenigen auf, die in Nazideutschland schlussendlich an der Macht waren. Sehr empfehlenswert!


2006, als Studentin auf dem Weg zur Tanz- und Bewegungstherapeutin auf dem zweiten Ausbildungsweg und der dazugehörigen Biografiearbeit, erforschte ich die mir unerklärlichen, unverständlichen Verhaltensweisen meiner Eltern und Geschwister weiter, sowie meine Trauer und Wut, einfach nicht von ihnen erkannt worden zu sein. Und meine Ängste, nicht gut genug zu sein. Sowie meiner Körpersignale, die ich oft nicht deuten konnte. Die Zeit der intensiven und vertieften Aufarbeitung der Familiengeschichte begann...meiner und insbesondere ihrer, sowie darüber hinaus.

Mein Ruf, mich und das Leben besser zu verstehen war stark, notwendig und schon fast existenziell. Minutiös erforschte ich mich selbst, entwickelte mich dabei auf eine selbst­bewusste Weise individu­alistisch. Und gewann das Verständnis für mich, dass ich ein emotional komplexer Mensch: sensitiv, kreativ und intuitiv bin.

Mich machte es extrem neugierig, nicht nur herauszufinden, warum ich so bin, wie ich bin, sondern auch, worin meine Veränderungsmöglichkeiten stecken.


Rückblickend weiss ich, dass diese Reise schon mit etwa 16 Jahren begann, als ich von einem Mann, in den ich unsterblich verknallt war nicht die Liebe bekommen hatte, die ich mir sehnsuchtsvoll von ihm wünschte. Meine Liebesgeschichten waren lange Zeit stets Dramen, darfst du wissen. Und irgendwie befand ich mich immer im Kampf. Mit mir selber und meinen Partnern.


Zudem nahm ich schon damals ganz leicht Leid bei mir, anderen, in der Gesellschaft und auf der Welt wahr. Um jedoch davon nicht immer überflutet zu werden, mitzuleiden, mich stets ohnmächtig oder wütend zu fühlen, sondern zu lernen einen mitfühlenden, ermächtigten Umgang zu finden und auch etwas zu bewirken, widmete ich mich der Entwicklung meiner Persönlichkeit.


Nun, was ich dabei gelernt, geheilt und umgeformt habe, dient dir zur Inspiration, wie du mit der heutigen Zeit einen Weg für dich finden kannst, gut selbst damit umzugehen.

Persönlichkeitsentwicklung bedeutet für mich, einerseits...

  • mich selbst zu erkennen (ei, was für ein Universum und Labyrinth!),

  • mich und Gegebenheiten so zu akzeptieren, wie sie sind (was ich auch erst lernen durfte!!!) und

  • mich dort zu verändern, wo ich kann und auch möchte (glaub mir, es gibt Momente, da möchte ich, dass die Zeit stehen bleibt und andere, da bin ich auch ungeduldig, dass ich noch nicht dort bin, wo ich unbedingt gerne sein möchte!)

Alle obigen drei Bausteine sind voneinander abhängig und verfolgen gemeinsam das Ziel, die Persönlichkeit so weiterzuentwickeln, dass ich als Individuum handlungsfähiger und unabhängiger werde. Ich habe mich zwar immer als sehr handlungsfähig und unabhängig wahrgenommen, doch war ich immer wieder davon überrascht, was denn alles noch möglich war und immer noch ist!

Je länger ich mich also seit meiner Jugend mit existenziellen Fragen auseinandersetzte, um Antworten in Bezug auf unser Dasein zu finden, umso mehr bin ich nebst der Psychologie, auch auf Spiritualität und philosophisches Denken gestossen und habe mein Interesse auch auf meine intuitive, inter- und intrapersonelle Wahrnehmung und Kompetenz gelegt (Beziehung zu mir und anderen). Dabei bin ich unter anderem auch auf Fragen gestossen wie:

  • Wie kann persönliches und kollektives Leid gemindert werden?

  • Wie können Ängste des Allein- und Verlassenseins transformiert werden?

  • Was wenn wir aufhören, weiterhin am Spiel mit dem obersten Ziel des Leistens mit dem ständigen "Mehr leisten, noch besser werden, von allem noch mehr, immer höhere Ziele erreichen..." teilzunehmen?

  • Wie wirken (traumatische) Erlebnisse der Eltern oder Grosseltern auf die folgenden Generationen aus?

  • Wie können ererbte Wunden geheilt werden?

  • Was, wenn mehr Rücksicht auf die individuellen Möglichkeiten des Einzelnen genommen werden kann?

  • Und wie kann ich frei, selbstbestimmt und lebendig ein glückliches, gesundes und aufregendes Leben führen?

„Denn nur, was wir kennen, erkennen wir. Und nur, was wir erkennen, können wir auch heilen.“

Katharina Drexler