Die Kunst deiner Stimme des Herzens zu folgen...

Aktualisiert: 13. Aug 2018

von Irina Katinka Horvath


Dein Leben ist...

ganz passabel. Nichts Weltbewegendes. Eher 0815. Alles ordentlich und bequem eingerichtet. Es ist einfach und du akzeptierst es, so wie es ist. Mal mehr, mal weniger. Du weisst, du hast es dir ja auch selbst so ausgesucht. Seit Jahren weisst du es jedoch schon: Du lebst dein Leben nur zur Hälfte oder ein Drittel. Du tust deinen Job. Der ist ganz ok. Bringt dir Geld, Sicherheit und macht zwischendurch auch Spass. Da gibt es Ende Jahr einen fetten Bonus und deswegen bleibst du auch. Denn, in der Zukunft, da kannst du das Geld ja gut gebrauchen. Und da sind auch noch deine Kollegen aus dem Team, die noch nett sind und auch unterhaltsam. Da kannst du dich über die neuesten Serien auf Netflix oder über Autoliebhabereien austauschen. Manchmal klappt es zum Bier, jedoch häufiger geht jeder nach Feierabend seinen eigenen Weg. Und du denkst: "Ist ja easy, so kann ich auch tun und lassen, was ich gerne möchte."

Stimme Herz Kunst
Die Kunst der Stimme des Herzens zu folgen führt zu Klarheit, Leichtigkeit und Lebensfreude (photo: Antonio Alvarez on unsplashed)

Vielleicht hast du jedoch auch keinen dieser Jobs, der dir einen fetten Bonus Ende Jahr liefert. Sondern einen, bei dem du sehr viel Selbständigkeit und fast 13 Wochen Ferien im Jahr hast. Wenn du weisst, wie du mit deiner Zeitumgehen sollst. Es ist ein Job, bei dem du viel am Geben bist. Dafür sorgst, dass die Nachkommen dieser Welt was Sinnvolles lernen und zu etwas bringen. Du engagierst dich für Projekte, gibst deine volle Energie in die Entwicklung dieser Kids und Jugendlichen, denn du möchtest wirklich etwas Gutes für die Welt tun. Hast Freude am Vermitteln von Wissen, auch wenn du merkst, dass diese Freude häufig nur bei dir ist. Denn dein Klientel würde lieber was ganz Anderes tun, als mühselig Vokabeln lernen, Texte verfassen oder komplizierte Geometrieaufgaben lösen. Und du spürst die fehlende Begeisterung knallhart. Auch wenn es einen Teil in diesem Job gibt, der dich begeistert, so gibt es auch die Kehrseite dieser Medaille. Da hast du auch ganz viele Dinge in diesem Job zu tun, welche dich gar nicht vom Sockel hauen: Die Gespräche mit mühsamen Eltern, welche nicht sehen, dass ihr Kind doch nicht so perfekt ist, wie sie es immer meinen. Zweiseitige mit Fehlern vollgespickte Aufsätze korrigieren, welche dich Stunden deiner Freizeit unter der Woche oder am langersehnten Wochenende kosten. Grammatiktests, wo du dich kopfschüttelnd fragst: "Wo zum Teufel waren die Kids mit ihrer Aufmerksamkeit, als ich die Regeln zum Xten Mal erklärt habe?" Und es beschäftigt dich: "Was für einen Sinn hat das Ganze, wo ich hier tue?"


Oder dein Job ist es: Mutter zu sein. Da zu sein, mit voller Präsenz und Hingabe. Denn Kinder sind schon immer dein Wunsch gewesen. Im besten Fall bist du auch schon früh Mutter geworden. Noch jung. Oder zu einer Zeit, wo es eine klare Entscheidung von dir gebraucht hat: Kind oder Karriere. Und du hast dich fürs Muttersein entschieden. So hast du dir über deine eigene berufliche Karriere nicht mehr sehr viel Gedanken machen müssen, weil du die Erfüllung im Mutterdasein finden würdest. Das hast du dir zumindest am Anfang so gedacht, dass es so sein wird. Der Alltag sieht jedoch anders aus. Du merkst, wie du dich eingeengt fühlst in deiner Freiheit. Du für die genau gleichen Rituale und die genau gleichen Geschichten tagtäglich herhalten darfst. Da gibt es nicht einen grossen Spielraum. Keine kreative Auslegung deinerseits vom Froschkönig, son