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Achtung Falle!

Einer meiner geschäftlichen Morgenroutinen ist:

Check Soziale Medien.

Und siehe da: Da spielt mir doch LinkedIn gerade als Erstes einen geteilten Post einer liebenswerten Therapeutinnenkollegin zu, die ich von Herzen überaus sehr wertschätze!


Kommentarlos hat sie diesen einen Beitrag eines CEO aus dem Nachbarland geteilt. Interessant.


Und schwups bin ich reingetappt - wer kennt das nicht?


FALLE!


Was ich als Kommentar dieses CEOs zu einem geteilten Video dazu lese, befremden mich total. Er äusserst sich herablassend, sogar hetzerisch gegenüber Menschen auf dem Video aus, die zur LGBTQ Community gehören. Mehr Details erspare ich dir, weil es mir hier nicht um dessen Inhalt geht.


Eigentlich bin ich zuerst entsetzt und rasch darauf steigt eine Welle des Ärgers. Solche Äußerungen auf dem noch so konservativen Portal Linkedin? Kann das sein?! Ist das echt möglich?! Darf das sein?! Ach ja...eben...es ist konservativ...im Vergleich zu anderen Portalen.

Meine Prägung lautet: impulsiv sofort darauf reagieren zu müssen, die Dinge richtig stellen zu wollen. Mich moralisch gegen menschenverachtende Äusserungen und verbale Verletzungen einzusetzen. Den anderen Pol einnehmen wollen. So richtig im Pool der Meinungsmacherei mitzumischen. Mein Feuer auch da rein bringen. Meine innere Kriegerin schwingt ihr Schwert.


Im schnellen Denken.


Denn im wahrsten Sinne des Wortes sind meine Gedanken befeuert.


Doch Halt!


Eine vernünftige Stimme in mir weiss: "Ok, Irina. Durchatmen. Abwarten. Lass die Welle durch dich hindurch und schau dann weiter." Um meine Gedanken in solchen feurigen Momenten zu ordnen, habe ich die bereits bewährte Strategie, den Post, den ich als Antwort geben würde vorzuschreiben. Ich schreibe, um meiner Energie im Körper und meinen Gedanken Platz zu geben. Ihre Berechtigung zu haben. Ohne gerade damit etwas machen zu MÜSSEN.


Tausend Gedanken schiessen ein. Warum hat er...als Mensch...als CEO...als Mann....? Warum hat sie...als Therapeutin...als Frau...als Mensch? Warum haben diejenigen das so zugelassen... WARUM spielt mir LinkedIn gerade DIESEN Post mir zu?....WARUM ist das so...?


Mit dem Schreiben und dem Vorbeiziehen lassen meiner Gedanken und Energie, beruhigt sich auch mein Geist und mein Körper wieder.

Ebenso ändern sich die Fragen:

  • Will ich mich überhaupt in diese Geschichte hineinverstricken?

  • Ist es jetzt (aktuell 08.30 morgens) gerade das, was ich JETZT will?

  • Ist das JETZT wirklich meins?

  • Worauf wollte ich mich die nächsten Minuten, Stunden, an diesem heutigen Tag EIGENTLICH fokussieren?

  • Was will mir dieser Post mitteilen - WAS KANN ICH DABEI LERNEN?


Je mehr ich obige Fragen zu mir nehme, statt mich im Du und in der Schuldzuweisung zu verlieren, meine kostbare Zeit damit zu verschwenden, wird mein Denken langsamer und viel übergeordneter:


Ist dieser Post überhaupt echt? (Fakeprofil, gesteuerte Polarisierung etc…)

Ich komme in diesem Moment in einen neuen Haltungsraum und mir wird einmal mehr klar: mit zunehmender KI (Künstlicher Intelligenz) wird es auch wichtiger denn je, sich nicht mehr länger mehr Wissen anzueignen, sondern noch stärker meiner Intuition, meinem Instinkt, meinem Bauchgefühl und meinem Herzen, jedoch auch meinem gesunden Menschenverstand zu vertrauen. Diese zu schärfen. Und adäquat ins Tun oder Seinlassen zu kommen.


Gesunde Grenzen zu haben und sie auch zu halten, werden wichtiger denn je. Und zwar in alle Richtungen. Um nicht in Verstrickungen zu geraten.


Selbstreflexion, den eigenen Raum halten können und gleichzeitig schwingungsfähig sein und immer wieder klare und bewusste Entscheidungen zu treffen, ebenso.


Zwischen Reiz und Reaktion den Raum auszudehnen, um sich neue Möglichkeiten zu erschliessen, langsamer zu denken und in innerer Beweglichkeit zu bleiben, egal ob mental oder emotional, verhilft zur Eigenermächtigung und hält die eigene Kraft hoch.


Einfach bei mir zu bleiben. Mit meiner Energie sorgsam zu sein.


Um FALLEN erkennen zu können.

Nun, was hat obiger Post auch mit meiner Arbeit zu tun und dem wofür ich stehe und gehe?


Ich merke, dass ich dranbleiben will!

Das kann es noch nicht gewesen sein...


Nicht nur für mich selbst, sondern auch, dass sich etwas auf dieser Welt wirklich verändert und der Angst vor dem Fremden anders begegnet werden kann.


Schon seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte hat die Angst vor der eigenen weiblichen- oder männlichen Kraft unser Sein und Tun beeinflusst: auf gute wie auch ganz schwierige Art und Weise.


Ich spüre eine enorme Motivation, Begeisterung und Kraft Erfahrungsräume zu erschaffen, in denen sich Polaritäten begegnen und sich neu zusammenfinden können.


Für mich ist ganz klar: es geht nur miteinander. Und wie wir einander ins Boot holen können - fern von richtig und falsch, macht mich neugierig.


Also, beim nächsten Post, der mich triggert: weiterhin schön tief atmen, Irina. Dankbar sein für diesen einen Mini-Prozess. So kann ich darüber gerade einen Blog schreiben. Und mich wieder darauf konzentrieren, was gerade JETZT relevant für mich ist. Nämlich zu diesem besagten Moment: Das Reiten.


Ps: Ich habe keinen Kommentar zu diesem besagten Post geschrieben, jedoch die Therapeutin gefragt, was ihre Intention gewesen ist, diesen Post kommentarlos zu teilen. Dies aus echter Neugier. Weil ich verstehen möchte, was IHRE Sichtweise ist.



Über die Autorin:

Irina Katinka Horvath ist Mentorin für Selbstermächtigung. Über 20 Jahre unterrichtete und begleitete sie als Dipl. Sekundarlehrerin Phil I Jugendliche in verschiedenen Schulen und Institutionen, seit 12 Jahren Erwachsene in Ausbildung zur Tanztherapie.


Nebenberuflich hat sie zuerst ihr eigenes Business aufgebaut, um Frauen in ihre Selbstermächtigung zu begleiten, ihre stärkste und freieste Version, ihr Bestes, privat und beruflich zu leben.


Ihre Berufung ist es, das Leben mit gehaltvollen und ganzheitlichen Erfahrungen anzureichern und Menschen zu zeigen, wie sie selbst zu einer authentischen Ausrichtung im weltlichen wie auch spirituellen Bereich finden. Wie sie Herzensangelegenheiten in ihrem Leben auf den Weg und ihre Welt in Bewegung bringen können.


Seit 2017 hat sie als Dipl. Kunsttherapeutin ED, Fachrichtung Tanz und Bewegung in Zürich eine eigene Praxis geführt und baut seit 2019 ihr stetig wachsendes Onlineunternehmen auf, um ebenso als Digitale Nomadin ihren Lebenstraum längerfristig zu erfüllen:


Auf der ganzen Welt unabhängig live und online mit vielen Menschen zu arbeiten, die ein sinnerfülltes, glückliches Leben für sich und für andere erwirken wollen.


Wie es auch dir gelingt, selbstbestimmter, unabhängiger und trotzdem in Verbundenheit zu leben, erfährst du bei HEART EMPOWERMENT oder BEYOND LIMITS. Melde dich für ein kostenloses Erstgespräch bei Irina oder abonniere ihren Newsletter.


Geschenk für feinfühlige, starke Frau und ambitionierte Leaderin, Visionär*in, Changemaker*in unter den Blogleser*innen:


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