Dein Leben - ein Meisterwerk!

Ein Blogbeitrag von Irina Katinka Horvath


Heute möchte ich dich überaus gerne mit auf die Reise meines eigenen beruflichen Weges nehmen, meinem roten Faden und dir einen Einblick darüber geben, was meine Beweggründe sind, heute diesem schönen Beruf mit der Bezeichnung Kunsttherapeutin Fachrichtung Tanz- und Bewegung eine neue Bedeutung zu geben.


2006 wusste ich noch nicht, ob ich Mal- und Gestaltungstherapeutin, Gestaltungspädagogin, Musiktherapeutin, Erlebnispädagogin oder Tanztherapeutin werden wollte. Ich war sehr unentschlossen. Wollte ich noch mehr Pädagogik oder etwas Neues wie Therapie? Um mir die Entscheidung selbst zu erleichtern, besuchte ich dazu verschiedene Einführungsseminare.


Als damalige frisch gebackene Sekundarlehrerin war ich viel im Kopf. Mir fehlte definitiv der körperliche Aspekt. Vor meinem Berufsweg als Sekundarlehrin war ich auf dem Jakobsweg, besuchte viele Yogastunden, bikte und lief Langlauf leidenschaftlich gerne und unternahm viele Langstreckenwanderungen. Rasch merkte ich in der Zeit als Oberstufenlehrerin, dass es ohne den Körper nicht geht. eine neue Berufsausrichtung musste unbedingt etwas mit dem Körper zu tun haben.


Die Vielseitigkeit, das Verspielte und Kreative der Tanz- und Bewegungstherapie am iac Zürich war genau der richtige Ort, 2007 meinen zweiten Beruf zu erlernen. Es folgten 5 spannende, äusserst lehrreiche und intensive Jahre in der Auseinandersetzung mit mir selbst, geprägt von enorm viel emotionalen Höhen und Tiefen. Mein Weltbild, meine Traumatas, meine Beziehungen wurden in allen Himmelsrichtungen und Windungen auf den Kopf gestellt. Mein damaliger metaphorisch gesprochener Rucksack, gefühlt voller schwerer Steine, nahm ich minutiös auseinander. Sezierte ihn. Schaute mir die Gesteine und damit verbundenen Geschichten genauer an, verpackte sie neu, indem ich ihnen soviel liebevolle Aufmerksamkeit, Zuwendung und Anerkennung gab. wie ich damals mit 31 Jahren geben konnte.


In den darauffolgenden 5 Jahren, war ich somit permanent mit mir und meinem Beziehungsumfeld im "Prozess" und lernte dabei, immer mehr in der Tiefe zu differenzieren: meine Wahrnehmung auf emotionaler, körperlicher, mentaler, energetischer, spiritueller und Beziehungsebene. Meine Welt wurde definitiv eine andere. Werte verschoben sich oder kristallisierten sich noch klarer heraus.


Kreativität ist zur Differenzierung ein bemerkenswerter Schlüssel

In ihr liegt soviel Power! Ich habe schon immer sehr gerne frei getanzt. Musik ist regelrecht meine Apotheke. Tanzen baut Stress ab, macht den Körper wieder durchlässig und schenkt das Gefühl von innerer Freiheit und Frieden. Jegliche Art von Bewegung macht mit mir etwas. Mal mehr mal weniger. Deshalb kann ich mich nicht nur auf "etwas" festlegen.


Tanzen ist unwiderruflich ein äusserst kreativer Akt. Denn es geht insbesondere im freien Tanzen oder in der Tanztherapie nicht um bereits festgelegte Bewegungsabläufe, sondern um diejenigen Movements, die intuitiv aus unserem natürlichen Ich-Selbst kommen. Diese jedoch zuerst unter all den vielen persönlichen Geschichten, körperlichen, emotionalen und mentalen Blockaden zu finden, die das Ich-Selbst überlagern, braucht Geduld, viel Verständnis für sich selbst und Zeit. Chantal Hediger, ebenfalls Kunsttherapeutin, jedoch Malen und Gestalten hat ihn ihrem Gastblogbeitrag ausführlich zum Thema Kreativität geschrieben. Gerne lade ich dich ein, ihn zu lesen, denn er ist sehr ergänzend.


Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass mich Bewegung und Tanzen mit meiner inneren Weisheit verbindet, weil ich verschiedenste kreative Räume entdecken kann, die über alle Limitierungen hinaus gehen.


Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung 2011 erfolgten meine Lehr- und Wanderjahre. Ich habe in mir einen sehr ehrgeizigen Anteil, der unbedingt soviel Erfahrung in unterschiedlichen Settings und Institutionen, wie Sonderschule und Psychiatrie machen wollte, wie möglich. Je herausfordernder um so besser. Ich wollte verstehen, wie Tanztherapie mit unterschiedlichen Menschen, Lebens- und Persönlichkeitsthemen, Diagnosen möglich ist und wie sie wirkt, was sie verändert. Da war viel Zielgerichtetheit und auch ehrlichgesagterweise selbst gemachter Druck in der Umsetzung auch dabei. Denn ich wollte auch weg vom Lehrerberuf. Was jedoch noch etwas Zeit in Anspruch nahm.


Bis ich zum zweiten oder dritten Mal in Folge eine Schilddrüsenüberfunktion hatte und mich das Thema eigene Wahrheit leben und sprechen, sowie auf meinen eigenen Lebensrhythmus zu achten, immer wieder einholte und ich regelrecht deshalb meine Lebensweise ändern MUSSTE.


Indem ich mir immer mehr zutraute und mich wagte, mich nicht nur nebenberuflich selbständig zu machen sondern ganz und Wege zu finden, wie ich nicht nur erfolgreiche Tanztherapeutin, Mentorin sondern auch entspannte Unternehmerin sein kann, fand ich immer mehr heraus, wer ich denn im Ansatz eigentlich bin und wer nicht (mehr). Und ich bis heute mit mir damit noch unterwegs bin.


Das Jagen nach aussergewöhnlichen und besonderen Erfahrungen, neuen Selbsterkenntnissen, Zertifikaten und Diplomas ist eine zeitlang super gewesen. Und hat mich definitiv hierhin geführt, wo ich heute stehe. Dafür bin ich auch sehr dankbar und bereue nichts. Diese Zeit schenkte viel Lebendigkeit und gleichzeitig war da rückblickend sicherlich auch etwas FOMO mit dabei: Fear Of Missing Out. Die Angst etwas zu verpassen. Und auch ganz viel von konsumieren wollen mitdrin.


Auch in therapeutischen Kreisen gibt es so etwas wie Leistungsdruck. Nämlich von einer Weiterbildung oder Zusatzausbildung zur nächsten zu jagen. Und das nicht nur, weil es die Krankenkassen zur weiteren Garantie der Anerkennung so wollen. Da schwingt in diesem Feld auch etwas mit, von wegen sozialer Status dadurch erhalten können.


Irgendwann kam ich selbst an den Punkt an dem ich mich fragte, ob ich dieses Spiel denn weiterspielen wollte?

Und verlagerte meine Aufmerksamkeit auf die Marketingwelt. Genauso wie bei den verschiedenen Arbeitssettings, Weiterbildungen und Kursen, wollte ich es wissen und verstehen. Ich probierte aus, sammelte Erfahrungen, lernte, eignete mir ganz viel auch autodidaktisch Tools für mein zukünftiges Onlinebusiness an. Tätigte Fehlkäufe, traf auch Fehlentscheidungen und verwarf auch immer wieder Ideen und Konzepte. Mit der gewinnenden Klarheit auch hier eine Unterscheidungsfähigkeit zu entwickeln, was wirklich zu mir passt und was nicht. Was wirklich notwendig, was einfach Konsum und was eine Investition ist. Es hiess immer wieder selbst kreativ im Denken, in der Umsetzung und Organisation zu bleiben!


Ich bin dabei MEINER FORM immer näher gekommen, wie ich mich in dieser Welt ausdrücken möchte.

Ja, die Schöpferin in mir hat den tiefen Wunsch etwas Sinnvolles und Besonderes zu erschaffen. Ich mag visionäre und unkonventionelle Gedanken. Ich liebe neue Ideen und mag liebend gerne Projekte. Diese mit anderen Menschen anzugehen empfinde ich als Genuss. Sie aktiv umzusetzen und dabei in dieser Art und Weise etwas zu erschaffen, ist mein kreativer Ausdruck.


Ich initiierte schon immer viel. War immer wieder als Macherin und Pionierin an vorderster Front und engagierte mich auch in diversen Gruppierungen, insbesondere zugunsten der Tanztherapie.


2022 ist für mich ein spezielles Jahr. Ich habe mir bewusst dieses Jahr als "spirituelles Wachstumsjahr" gesetzt. Wie 2004 auf dem Jakobsweg hab ich mit ganz wenig Gepäck unterwegs sein und neue Dinge tun wollen, worauf ich LUST habe, wie Reiten und Horsemanship lernen oder Gästehaushost sein, Katzen füttern, den Zirkaden lauschen, Gärtnern, One:1 live vor Ort anbieten mit WILD HEART IBIZA und neue Menschen kennenlernen. Morgens um halb 8 am Meer mit aktiver Bewegung zu meditieren oder bei Vollmond Landart auszuüben. Alles Dinge, die mich aus meiner Komfortzone, meinen Gewohnheiten bringen. Mich verlangsamen und mehr in den jetzigen Moment führen. Da gelingt Wachstum ganz selbstverständlich nebenbei. Und nicht Dinge, die ich tun MUSS oder ich von mir selbst erwarte.


Die Zeit hier auf Ibiza verändert definitiv nochmals meine Sichtweise. Fern von der Schweiz komme ich mit anderen Weltbildern, Denkweisen, neuen Ideen, Lebensentwürfen und –fragen in Kontakt. Fragen, die schon längst in mir schlummerten, treten in den Vordergrund. Rufen nach Antworten.


  • Wieviel Zeit und Energie möchte ich weiterhin in Tätigkeiten investieren, die primär dazu dienen meinen sozialen Status zu sichern, ihn zu erhöhen oder zu demonstrieren?

  • Wonach sehne ich mich jedoch wirklich? Ist es Anerkennung, Zugehörigkeit, Sicherheit, Liebe, Geborgenheit oder etwas ganz anderes?

  • Was bedeutet Wohlstand für mich?

  • Worin bin ich bereits reich, das nicht messbar und nicht quantifizierbar ist?

  • Was ist mir in meinem Leben heilig?

  • Was ist für mich unverkäuflich?

  • Was in meinem Leben ist und geschieht aus Liebe?

  • Wo mache ich mich selbst noch klein? Wo lasse ich mein Licht noch nicht voll scheinen?

  • Welche Informationen, welches "Wissen", welche Überzeugungen sind gut mit all meinen Sinnen und mit meinem gesunden Menschenverstand zu checken?

  • Wo ist es immer wieder wichtig und richtig aus der Angst auszusteigen?


Und eine der gerade für mich wichtigsten Überlegungen:

Welcher bisherige Lebensentwurf und welche Zielsetzungen machen mich glücklich, vergrössern und erweitern meinen Herzraum und was ist an der Zeit infrage zu stellen?


Heute Sonntag ist ein Tag, an dem ich mich einfach an meinem DA sein erfreue. Ich geniesse den jetzigen Augenblick in vollen Zügen. Fühle mich und bin innerlich reich. Ich habe Zeit, führe verschiedene Beziehungen, bin mit diesem Text schreiben kreativ, bin umgeben von der Fülle der Natur und fühle mich wunderbar ruhig und sicher eingebettet in der Welt.


Ich bin einfach mich selbst.


Und um das geht es doch, nicht wahr?


Um den Bogen zu schliessen, komme ich aufgrund meiner eigenen Lebens- und Berufserfahrung zu meiner ganz persönlichen Überzeugung, was das Berufliche - auch in der Kunsttherapie - in Zukunft betreffen wird:


Es geht nicht länger mehr darum, aus Statusangst, Minderwertigkeitsgefühlen oder etwas Besseres zu sein, sich zu verbiegen, dem eigenen Herzen und der eigenen Sehnsucht nicht zu folgen und das zu tun, was andere von dir erwarten, um dazuzugehören, oder darauf zu warten, dass jemand dich rettet.


Du bist keine Prinzessin, die auf jemanden wartet, der sie aus ihrem hundertjährigen Schlaf wach küsst.


Als Königin deines Lebens entscheidest du selbst, was für dich Sinn und Erfüllung gibt, welche Form der Liebe und des Wohlstandes du leben möchtest und gehst unerschrocken diesen Weg.


So wird DEIN LEBEN zu einem MEISTERWERK: Deine gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse werden auf DEINE besondere Art und Weise in ein Kunstwerk verdichtet, das sich LEBEN nennt.


Mit einer Prise Kreativität dazu, gelingt dir das ganz leicht.


Ich habe eine klare Ahnung, wohin mich meine weitere Reise beruflich führen wird. Mehr dazu, verrate ich noch nicht. Und wie schaut's bei dir aus?


Denn es gibt definitiv noch ein Leben ausserhalb der Schweiz, Deutschland oder Österreich!


Lass es mich wissen!

Deine Irina



Zur Autorin: Irina Katinka Horvath ist Expertin in Selbstermächtigung. 20 Jahre unterrichtete sie Jugendliche, seit 10 Jahren Erwachsene in Ausbildung zur Tanztherapie. Nebenberuflich hat sie zuerst ihr eigenes Business aufgebaut, um Frauen in ihre Selbstermächtigung zu begleiten, ihre stärkste und freieste Version, ihr Bestes, privat und beruflich zu leben. Seit 2017 führt sie in Zürich eine eigene Praxis und baut ihr erfolgreiches Onlineunternehmen auf, um als Digitale Nomadin ihren Lebenstraum längerfristig zu erfüllen. Aktuell ist sie auf Ibiza, lebt auf einer 400 Jahre alten Finca und bietet live exklusive One:1 Retreats bis Ende August auf der Insel an. WILD HEART IBIZA ist für diejenigen Frauen und auch Männer gedacht, die sich einfühlsamen Support und ein unvergessliches Erlebnis wünschen unkonventionelle und neue Perspektiven zu entwickeln und sich gleichzeitig von den entspannten, kreativen Vibes der Insel verzaubern zu lassen.


HEART EMPOWERMENT und BEYOND LIMITS sind ihre Online Signatureprodukte. Wenn es privat oder beruflich einfach noch etwas freier, stärker, selbstbestimmter und glücklicher werden darf, dann sind diese Onlinementorings, die 6 oder 8 Monate dauern, genau das Richtige, um eine grundlegende und nachhaltige Veränderung und einen ganzheitlichen Wandel anzustreben. Gerne kannst du dir auch ihr kostenloses Ebook runterladen, um bereits heute mit mehr Freiheit, Selbstermächtigung und Lebensfreude zu starten: www.irinahorvath.com/ebook

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