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Veränderung ist machbar

Ein Gastblogbeitrag von Manuel Lindt


Was ist Berufung, was ist Bewusstsein und was hat das mit Selbstermächtigung und Spiritualität zu tun?

Fragen, die wir uns stellen können - oder aber auch nicht. Fragen die etwas verändern können - wir haben die Wahl.


Die herausfordernden Fragen, die uns im Leben gestellt werden sind vielfältig und können auch ganz schön viel in Bewegung bringen. Vorausgesetzt, wir lassen die Antworten zu. Das Bild vom Mobile finde ich dazu passend. Zieht man an einem Ort, fügt etwas hinzu oder nimmt etwas weg, dann kommt unweigerlich das ganze System in Bewegung, und es braucht seine Zeit, bis es wieder ruhig wird.


Früher surfte ich irgendwie durchs Leben. Das Ziel: irgendwo Anerkennung erhalten und irgendwie überleben. Dabei war das Vergleichen mit dem Umfeld wesentlich. Wenn ich nichts zum Vergleichen fand, dann orientierte ich mich an dem, was die aktuelle Gesellschaft vorgab, wie es zu sein hat. Oder ich griff auf das zurück, was mich meine Kinderstube lehrte, wie es zu sein hat. Rückblickend war es in vielen Fällen eine Mischung, in den wenigsten Fällen war es bewusst.

Ich würde etwas verschweigen, wenn ich sagte, dass ich das heute komplett überwunden habe. Die tiefen Prägungen wirken im Alltag da und dort weiter. Heute kann ich sie aber meistens erkennen und habe einen neuen Umgang mit ihnen gefunden.

Ich stellte nie viele Fragen, ich machte das meiste mit mir selber aus. «Ich muss es selber schaffen», sagte ich mir. Heute weiss ich, dass dies auch die Strategie meiner männlichen Vorfahren war. Typisch Mann!?


Nun, ich lernte mit meinen Prägungen und den daraus resultierenden Mustern zu leben, bis zu dem Punkt, wo mein System den Riegel schob, mir buchstäblich den Boden unter den Füssen wegzog.

Rückblickend war diese Krise das Beste, was mir zu dem Zeitpunkt passieren konnte. Das ist nun schon einige Monde her. Seither durfte sich viel verändern.


Eine Erkenntnis ist, dass der Prozess der Veränderung und das beantworten von Lebensfragen ein Lebensforschungsprojekt ist. Schicht für Schicht dem Kern näher kommen, wer oder was wir sind. Alte Muster und Traumatisierungen, die wir alle mit uns tragen, annehmen und im besten Fall auflösen. Frieden in unser System und in unsere Ahnenreihen bringen. Da gibt es viel zu tun. Arbeit, die wir privilegierten westlichen Menschen für uns, unsere Nachkommen und für die gesamte Menschheitsfamilie tun können. Ich nenne es gerne auch innere Friedensarbeit.


Die Themen, die sich uns zeigen, möchten gesehen werden. Die gute Nachricht: Niemand muss das alleine tun. Es gibt wundervolle Begleiter*innen, die für uns da sind. Es gibt viele Werkzeuge und Methoden, wie man seinem inneren Frieden näher kommen kann. Wichtig erscheint mir, dass Mann/Frau sich auf den Weg macht (gerade auch der Mann).


«Der Mensch ist die Medizin des Menschen», sagt ein Afrikanisches Sprichwort. Wenn wir mit offenem Herzen anderen Menschen authentisch beistehen, stärkt das alle.


Mein Weg führte über den Körper. All unsere kleinen und grossen traumatischen Erlebnisse sind, das ist nichts neues, in unseren Zellen gespeichert. Das kann weit zurück gehen. Wir übernehmen oft, dass weiss man heute auch, die traumatischen Ereignisse unserer Vorfahren, unserer Ahninnen.

Sich bewusst werden, woher wir kommen. Nicht mehr wegschauen. Und dann als nächster Schritt, ins «tun» kommen und so den Heilungsprozess erst möglich machen. Ich höre oft: «die Toten (die Vergangenheit) soll man ruhen lassen». Aus Erfahrung weiss ich aber, dass die Ahnen froh sind, wenn wir ihnen ihren «Teil der Geschichte», den wir meist ungefragt übernommen haben, zurück geben. Das beruhigt in den meisten Fällen das System nachhaltig. Es geht nicht um Schuld, sondern um das Anerkennen und Befrieden. Und daraus resultierend um ein Leben in Verbundenheit.


Nach der oben erwähnen Krise änderte ich meine Ausrichtung. Neben meiner bisherigen Kulturarbeit, welche ich anpasste, kam Schritt für Schritt die Körperarbeit in mein Leben. Eine ganzheitliche Massageausbildung brachte mich auf meinen heutigen Weg.

Ich lernte, wie durch Berührung auch tiefe Schichten in eine heilende Bewegung gebracht werden können, wie durch die Massage die Seele berührt werden kann. Fühlen und geschehen lassen. Wir sind in der Regel sehr im Kopf und dieser will die Kontrolle. Das ist in vielen Situationen auch wichtig. Wenn man aber verlernt zu entspannen und so in einer Daueranspannung verharrt, wie sie unser schnelles westliches Leben immer noch fördert, dann ist das der Gesundheit nicht zuträglich. Vertiefend und ergänzend lernte ich viel über energetische Heilarbeit. Das weitete mein Verständnis für das Leben an sich, für die Energien, die zwischen Erde und Himmel auch noch wirken. Und es stärkte meine Sensitivität und meine Spiritualität. Die fundierte systemische Ausbildung zum Transformationscoach und Familiensteller befähigt mich heute, Menschen in anspruchsvollen Lebenssituationen zu begleiten. Die Kombination ist eine wunderbare Möglichkeit; Körper, Geist und Seele in Bewegung und miteinander in Berührung zu bringen.


Verantwortung übernehmen, für das was wir sind und tun. Uns selbst ermächtigen, liebevoll mit uns umgehen.

Veränderung ist machbar.

Es gibt viele Möglichkeiten und nicht bloss den einen Weg. Wir haben die Wahl und folglich auch die Eigenverantwortung.


Gerne möchte ich schliessen mit einem Zitat von Einstein, welches mir gerade in den Sinn kam:

«Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben: Entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles ein Wunder»

In diesem Sinne wünsche ich uns allen, dass wir den Wundern des Lebens gegenüber neugierig und offen bleiben können, auch in Anspruchsvollen Lebenssituationen.


Ich danke dir, liebe*r Leser*in für dein Interesse und deine Zeit. Ich wünsche dir die Kraft, dass du auf deiner Lebensforschungsreise Schritt für Schritt in deinem individuellen Tempo weiterkommst, dich immer wieder berühren lässt und die bewegten Wege des Lebens in Verbindung und mit viel Freude meistern kannst.


Manuel Lindt


Zum Autor:

Manuel Lindt begleitet Menschen als Mensch. Er ist Transformations-Coach, Familiensteller und Touchlife® Massage-Praktiker. Er betreibt ein Wanderkino, ein Kofferkino und er betreut Bühnenkünstler*innen mit Licht und Schatten und er beschallt Theaterbühnen. Er bietet ganzheitliche Massagen und Coachings an für Menschen, die an sich arbeiten möchten und offen für Veränderungen sind.

www.manuellindt.ch

www.bewegtewege.ch


Aktuelle Daten für Aufstellungsseminare

https://bewegtewege.ch/beruehrungbewegt/aufstellungsseminare.html





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